DER INSEL CRES

Die Siedlungen auf der Insel Cres
Osor - Osor ist eine altertümliche, etwa 3000 Jahre alte Stadt, die sich an der Kreuzung ehemaliger Land- und Seewege entwickelte.Wegen der damals üblichen Navigationsweise und der windgeschützten Buchten wurde Osor zu einem wichtigen Hafen und Seefahrtszentrum.In seiner ursprünglichen Zeit hielt Osor den Schlüssel des internationalen Seeverkehrs.
Osor Die Stadt liegt auf einer flachen Landenge zwischen den Inseln Cres und Lošinj.Der Kanal Kavuada, dessen alter romanischer Name Cavata war, wurde wahrscheinlich in der Römerzeit durchgegraben.Es wird vermutet, dass man vor der Durchgrabung dieses Kanals die Schiffslasten oder sogar ganze Schiffe von der einen auf die andere Seite der Insel mechanisch, wahrscheinlich mit Walzen übersetzte.In der Stadt entwickelten sich Handel, Güteraustausch und verschiedene Handwerke.
Wegen der neuen Navigationsweise verlor Osor im 15. Jahrhundert an seiner Bedeutung als Seefahrtszentrum. Der alte Hafen von Osor, die heutige Untiefe Jaz, wurde zu einer Saline.In den Sümpfen der schlammigen und verwilderten Salinen entwickelte sich im 15. Jahrhundert Malaria.Durch den Ausbruch dieser Krankheit wurde die Einwohnerzahl gewaltig verringert.Nach dem Verfall der Stadt wanderten viele Einwohner nach Cres aus.Die Venezianer errichteten die neuen Stadtmauern, die die Stadtfläche umschlossen.Die Überreste des damaligen östlichen Stadttors befinden sich in der Nähe des städtischen Friedhofs.
Innerhalb der Stadtmauern wurden von 1463 bis 1498 der neue Dom, der Bischofspalast, das Rathaus und die Kirche des hl. Gaudentius gebaut.Wegen der damaligen Anordnung von städtischen Bauwerken musste der Dom in ost-westlicher statt der üblichen nord-südlichen Richtung erbaut werden.Der akustische Raum des Doms dient in den Somermonaten als Konzertsaal für die traditionellen “Osorer Musikabende”, die hier seit 1976 jedes Jahr von Mitte Juli bis Mitte August stattfinden.Diese Veranstaltungen sollte man keinesfalls verpassen.
Das heutige Osor ist einem Museum ähnliche Stadt mit etwa 80 Einwohnern.Die Spuren alter Zeiten sind überall zu finden.Das touristische Angebot umfasst zwei Campingplätze und Privatunterkünfte.
Punta Kriza Punta Kriza liegt im süd-östlichen Teil der Insel Cres und ist wegen der charakteristichen Lage und wegen des flachen Bodens von allen Seiten sichtbar.Die Siedlung Punta Križa befindet sich an der Kreuzung der ländlichen Wege, die zu den zahlreichen Hirtensiedlungen führen.Das Gebiet ist mit Steineichen bewachsen.Steineiche ist sonst das beste Brennholz auf diesem Gebiet.Die dichten Wälder bieten Zuflucht für zahlreiches Wild wie Damhirsche, Fasane, Hasen und Wildenten.Dieses Gebiet ist das größte Jagdrevier und das Zentrum des Jagdtourismus auf der Insel.
In den Buchten Baldarin und Bokiniæ befinden sich ein klassischer und ein FKK-Campingplatz.In den Siedlungen Draga und Pogana ist Privatunterkunft zu finden.Alle diesen Orte eignen sich ideal für einen unvergesslichen Urlaub in unberührter Natur.
Belej Belej ist eine Siedlung mit etwa siebzig Einwohnern.Die Siedlung entwickelte sich aus drei alten Hirtensiedlungen, deren ehemaligen Namen Belej, Baniæi und Kaèiæevi waren.Wegen der Lage der Hirtensiedlung Belej und ihrer Kirche, Schule und Post, wuchsen nach dem zweiten Weltkrieg die drei Hirtensiedlungen zusammen.Der gemeinsame Name Belej hat sich bis heute erhalten.
Der älteste Teil von Belej, die Hirtensiedlung Belej, befindet sich auf dem Weg zur Bucht Koromaèno.Die Hirtensiedlung Baniæi liegt nördlicher davon.Kaèiæevi liegt auf der westlichen Seite, abgetrennt von den übrigen zwei Siedlungen.Belej ist eine typische Inselsiedlung, deren Einwohner sich mit Viehzucht beschäftigen.
Ustrine Die Siedlung Ustrine liegt am westlichen Rand der Insel Cres.Der Name, der in Übersetzung aus dem Latein “Brand” bedeutet, stammt aus alten Zeiten und ist auf den alten Brauch der Brandrodung von Wäldern, um bebaubare Flächen, Weideland und Platz für Ansiedlungen zu gewinnen, zurückzuführen.Die Lage der Siedlung am Rand eines Bergrückens, der aus 200 m Höhe steil zum Meer abfällt, bietet einen wunderbaren Ausblick.
Die Einwohner beschäftigen sich hauptsächlich mit Viehzucht und Fischerei.Im Juni und Juli kann man beim Scheren von Schafen früh am Morgen, wenn sich fast alle Einwohner dazu ansammeln, anwesend sein.
Von der Siedlung Ustrine zur Bucht Porat kommt man auf einer steilen asphaltierten Straße.Diese Bucht diente einst als Zufluchtsort vor starkem Wind für die vielen Segelschiffe, die auf diesem Gebiet einst segelten. |